Über uns

Seit 2010 findet im Sommersemester an der HAW Hamburg die Ringvorlesung Migration Macht Gesellschaft
statt. Zunächst von Prof. Dr. Louis Henri Seukwa ins Leben gerufen, wird die Reihe mittlerweile von der
Arbeitsstelle Migration in Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik veranstaltet.
Mit dem Titel Migration Macht Gesellschaft soll zweierlei zum Ausdruck gebracht werden:

•  Migrations- und migrationsbedingte Transformationsprozesse sind konstitutiv (im Sinnen von Machen) für
   Gesellschaften. Denn geographische Mobilität ist historisch und global gesehen nicht die Ausnahme, sondern
   die Regel. Sie bringt selbstverständlich gesellschaftlichen Wandel hervor.

•  Die Mehrdeutigkeit des Begriffs „Macht“ weist auf die hegemonialen Machtprozesse hin, die heutzutage mit
   Migrationsphänomenen assoziiert sind, mit ihren weitreichenden Folgen für Individuen und Gesellschaft im
   Kampf um Zugang zu gesellschaftlichen, symbolischen und materiellen Ressourcen.
•  Migration ist somit von zentraler Bedeutung für Einrichtungen der Sozialen Arbeit sowie Institutionen
   (hoch-)schulischer Bildung, die qua Auftrag für Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit zu sorgen haben.
   Migration stellt zugleich für diese Einrichtungen eine bedeutsame Herausforderung dar, denn sie agieren
   bekanntlich im Spannungsfeld zwischen der Abschaffung von diskriminierenden Verhältnissen und deren
   Reproduktion.

Entsprechend setzt sich die Ringvorlesung, bezogen jeweils auf einem thematischen Schwerpunk, in jedem
Sommersemester mit den vielfältigen Folgen von Migration für Individuen und gesellschaftliche Institutionen
sowie mit den Herausforderungen, Wiedersprüche, Spannungsverhältnisse und Aporien, die mit Lösungsansätze
einhergehen.